Graue-Flecken-Förderung: So funktioniert die Förderung von Beratungsleistungen

Ziel der Graue-Flecken-Förderung ist der Ausbau eines gigabitfähigen Netzes in bisher unterversorgten Gebieten. Sowohl bei der Beantragung der Fördergelder als auch beim geförderten Ausbau gibt es allerdings einiges zu beachten. Damit Kommunen und Kreise bei der Realisierung entsprechender Förderprojekte nicht alleine dastehen, können sie erneut Ansprüche auf Beratungsförderung geltend machen.

Wir klären, wie das funktioniert, was genau gefördert wird und welche Schritte Kommunen nun ergreifen können.

Worum geht es bei der Graue-Flecken-Förderung? Lesen Sie es nach: „Graue-Flecken-Förderung: Ultra schnelles Internet bis in den letzten Winkel“

So funktioniert die Förderung von Beratungsleistungen

Bei der Graue-Flecken-Förderung werden auch Beratungsleistungen gefördert.

Kommunen und Kreise können sich in Form von Beratungsleistungen externe Unterstützung holen. Das gilt einerseits für die Vorbereitung und Durchführung eines Bewilligungsverfahrens. Ziel ist hier die spätere Bewilligung einer Projektförderung. Andererseits können Sie sich zur Realisierung eines bewilligten Verfahrens – sprich den Ausbau – beraten lassen. Möglich ist auch eine Kombination.

Die Förderung kann von Kommunen und Landkreisen gleichsam in Anspruch genommen werden. Selbst wenn ein Landkreis kein eigenes Förderprojekt plant, kann er Beratungsleistungen projektübergreifend für Gemeinden beantragen. Wichtig ist hier, dass Sie den signifikanten Mehrwert für die einzelnen Gemeinden herausstellen und eine Doppelförderung ausschließen können.

Denn: Wie üblich gilt auch bei der Förderung von Beratungsleistungen der Grundsatz der einmaligen Förderung. Das heißt, Kommunen können nicht mehrfach einen Antrag auf Förderung stellen.

Die maximale Förderhöhe liegt bei 50.000€ pro Gemeinde oder 200.000€ pro Landkreisprojekt. Das Besondere: Die Förderhöhe von 200.000€ gilt nicht pro Landkreis, sondern pro Projekt. Das bedeutet, dass Landkreise trotz des Grundsatzes der einmaligen Förderung mehrfach Beratungsleistungen beantragen können. Die Voraussetzung: Es muss sich jeweils um andere Gemeinden bzw. Projektgebiete handeln.

Achtung: Sie können nur geförderte Beratungsleistungen in Anspruch nehmen, wenn die Beratung vor der Bewilligung noch nicht begonnen hat. Als Startschuss gilt der Abschluss des Vertrages mit dem Beratungsunternehmen. Doch wie genau sieht das ideale Vorgehen hier aus?

Was nun? Erste Schritte für Kommunen und Kreise

 

Kommunen und Landkreise können bereits jetzt erste Schritte einleiten, um Beratungsleistungen im Rahmen der Graue-Flecken-Förderung fördern zu lassen.Genau wie bei der eigentlichen Graue-Flecken-Förderung (Infrastrukturförderung) müssen Sie auch die Beratungsleistungen zunächst bei dem für Sie zuständigen Fördermittelgeber beantragen. Nach Bewilligung geht es mit der Ausschreibung weiter. Hierfür müssen Sie definieren, welche Beratungsleistungen Sie benötigen: Eine Markterkundung? Inklusive Auswertung? Unterstützung bei der Stellung des Förderantrags? Oder sogar Begleitung des gesamten Förderprojektes?

Nun müssen Sie sich für ein Beratungsunternehmen entscheiden. Ausschlaggebend sollte die Qualifikation sein. Diese können Sie anhand einer Auflistung einschlägiger Referenzen oder Schulungsnachweisen überprüfen.

Je nach Ausschreibung folgt nun das eigentliche: die Beratung. Die Ergebnisse der Beratung müssen Sie der Bewilligungsbehörde nach Abschluss des Beratungsprojekts in schriftlicher Form vorlegen (Verwendungsnachweis). Lassen Sie sich zur Realisierung eines Förderprojekts beraten, sind die Art und der Umfang der unterstützenden Leistungen umfassend zu dokumentieren.

Diese werden dann mit den gestellten Anforderungen abgeglichen und es wird überprüft, ob die übernommenen Pflichten vollständig erfüllt sind. Erst dann wird die Fördersumme ausgezahlt.

WiR unterstützen Sie!

Nutzen Sie die Beratungsförderung und holen Sie sich professionelle Unterstützung bei der Realisierung von Breitbandförderprojekten! So können Sie sichergehen, dass Sie Ihre Kommune nachhaltig gigabitfähig gestalten. WiR begleiten Sie durch den gesamten Prozess.

Gemeinsam mit Ihnen klären wir, ob für Sie eine Markterkundung oder eine Potentialanalyse geeigneter ist und geben auf Basis dessen Handlungsempfehlungen. Auch bei der Antragstellung und der anschließenden Planung und Durchführung Ihres Förderprojekts sind WiR stets an Ihrer Seite!

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Quellen

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (2021): „Richtlinie ‚Förderung zur Unterstützung des Gigabitausbaus der Telekommunikationsnetze in der Bundesrepublik Deutschland‘“, 26. April 2021, https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/DG/richtlinie-foerderung-unterstuetzung-gigabitausbau.pdf?__blob=publicationFile.