Schulen, Videokonferenz und Messenger in Corona-Zeiten

Aussage vom LDI zu der Umsetzung von Datenschutz in der Schule

Das Landesamt für Datenschutz und Informationstechnik in NRW (LDI NRW) hat am 18. Mai eine Handreichung für die Schulen erstellt. Diese stellt die rechtlichen Rahmenbedingungen im Schulbereich dar und geht auf konkrete Bereiche digitaler Datenverarbeitung ein: E-Learning-Plattformen, Online-Videokonferenztools und Messenger-Dienste.

Wir haben die Handreichung für Sie zusammengefasst:

Die Schließung von Schulen, Hochschulen und anderen Bildungseinrichtungen führt zu verstärkter digitaler Kommunikation wie der Nutzung von E-Mail-Systemen, Messenger-Diensten oder der Anwendung von Videokonferenz-Applikationen und digitalen Lernplattformen – auch jeweils mit Cloud-Anbindungen. In allen Bereichen ist ein schnelles und zugleich umsichtiges Handeln erforderlich. Dabei steht der Datenschutz dem nicht entgegen.

Bei der Auswahl eines der am Markt erhältlichen Produkte müssen viele technische und rechtliche Fragen geklärt werden. Darüber hinaus muss bei der Einführung neuer Techniken zur Verarbeitung personenbezogener Daten eine Datenschutzfolgeabschätzung durchgeführt werden. Das LDI NRW hat, losgelöst von einzelnen E-Learning-Plattformen, Regeln und Maßnahmen veröffentlicht, die im Folgenden exemplarisch erläutert werden sollen.

Wenn eine Schule einen E-Learning-Plattformen einsetzen möchte, sollten die spezifischen datenschutzrechtlichen Anforderungen zusammen mit der IT-Administration und der bzw. dem Datenschutzbeauftragten der jeweiligen Schule geklärt werden. Wichtig ist es nach Aussage des LDI bei der Auswahl auch die Schulleitung mit einzubeziehen, da diese die Verantwortung für die personenbezogenen Daten trägt. Ausschlaggebend bei der Auswahl der E-Learning-Plattform können insbesondere die Datenverarbeitung innerhalb der EU, die Verwendung datenschutzfreundlicher Voreinstellungen und der Einsatz von Verschlüsselung sein.

Das LDI NRW weist darauf hin, dass sie aus kapazitätsgründen keine Prüfung einzelner Softwareprodukte vornehmen kann. Das LDI NRW verfügt auch nicht über die Möglichkeit, unterschiedliche E-Learning-Plattformen zu zertifizieren. Bei der Nutzung einer Lernplattform betrifft ein aus datenschutzsicht stets essentieller Aspekt die Frage nach den Rechtsgrundlagen. Allgemein gilt neben der Rechtsgrundlage, dass insbesondere die in der Art.5 (Grundsätze der Verarbeitung), Art. 24 (Verantwortung des Verantwortlichen), Art. 25 (Technikgestaltung und datenschutzfreundliche Voreinstellungen) sowie Art. 32 (Sicherheit der Verarbeitung) DS-GVO normierten Grundsätze zu beachten sind.

Das LDI NRW nimmt bereits die Vorbereitung  der Aufsetzung einer E-Learning-Plattform in den Blick, indem es hervorhebt, dass für die Plattformen erforderliche organisatorische Maßnahmen im Vorfeld zu erledigen sind.

Die komplette Handreichung finden Sie hier.

Unsere Lösung für Schulen

Aus eigener Erfahrung können WiR und auch unsere Kollegen des Sachverständigenbüro Mülot die E-Learningplattform unseres Schwesternunternehmens, die mit.data GmbH in Emsdetten, empfehlen.

Die Lösung wird entweder auf schuleigener Hardware oder im Rechenzentrum der muensterland.cloud in Emsdetten betrieben. Die in diesem Artikel genannten Datenschutzanforderungen werden dabei natürlich berücksichtigt.

Besuchen Sie die Seiten schule.online für Schulen oder schulung.cloud für weitere Bildungseinrichtungen.

Übrigens – die WiR Solutions unterstützt die Schulen auch im Bereich Digitalisierung (Digitalpakt Schule) und ist als Berater für  go digital qualifiziert.