Wirtschaftlichkeitsanalyse


Wirtschaftlichkeitsanalysen im Glasfaserausbau: Das sollten Sie beachten

Die Digitalisierung in Deutschland schreitet immer weiter voran und auch ländliche Räume werden dafür mehr und mehr mit Glasfasernetzen erschlossen. Für Kommunen ist es dabei nicht immer einfach abzuschätzen, in welchen Teilgebieten sich der Glasfaserausbau lohnt. Hinzu kommen eine Vielzahl an Förderprogrammen und undurchsichtigen Förderrichtlinien.

Für die Auswahl eines geeigneten Ausbaumodells für unterversorgte Gebiete bedarf es eines strukturierten, datenbasierten Vorgehens: Zunächst sollten Sie den Ausbaustand der vorhandenen Breitbandinfrastruktur vor Ort kennen und analysieren, wo besonderer Steigerungsbedarf besteht. Außerdem sollten Sie ein Zielnetz grob vorplanen. Darauf aufbauend können Sie einen umfassenden Plan zum Glasfaserausbau anfertigen. 

Standortanalyse durchführen

Um herauszufinden, wo sich der Ausbau von Glasfasernetzen lohnt bzw. nötig ist, sollten Sie zunächst Ihren aktuellen Stand festhalten

Wo gibt es bereits welche Breitbandnetze? Wo stehen u.U. Leerrohre zur Verfügung? Gibt es Marktdaten zur Leistungsfähigkeit von vorhandenen Breitbandanschlüssen? 

Aus diesen Daten können Sie mögliche Hemmnisse, die bestehende Infrastruktur und die aktuelle Wettbewerbssituation ableiten. 

Stadtplan, der von zwei Händen gehalten wird

Mitnutzungspotentiale überprüfen

Damit der spätere Ausbau so wirtschaftlich wie möglich erfolgen kann, sollten Sie zudem Mitnutzungspotentiale überprüfen. Sind Teilstrecken des benötigten Netzes eventuell schon verfügbar, um sie für einen weiteren Ausbau zu nutzen? Sind anderweitige Ausbauvorhaben geplant, können und sollten Sie dort u.U. Leerrohre mitverlegen. So können Sie verhindern, dass die gleichen Abschnitte mehrfach aufgerissen werden.

Zudem sollten Sie im Rahmen einer offiziellen Markterkundung überprüfen, ob Telekommunikationsunternehmen einen eigenen Ausbau in bestimmten Gebieten Ihrer Kommune in den kommenden Jahren planen. 

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Zielnetz planen

Auf Basis Ihrer Standortanalyse und den bisher unterversorgten Gebieten können Sie Ihr Zielnetz erschließen. Aus Ihrem Zielnetz ergibt sich, welche Standorte – inklusive der Anzahl der Haushalte – mit welcher Leistungsfähigkeit angebunden werden sollen. Dieses Zielnetz können Sie nun grob vorplanen und einen möglichen Trassenverlauf festlegen.

Diese Grobplanung bietet die Grundlage für eine erste Kostenkalkulation. Welche ungefähre Streckenlänge ergibt sich? Welche topographischen Schwierigkeiten (z.B. Querungen von Gewässern oder Bahntrassen) bestehen? 

Marktforschung betreiben

Person vor Laptop mit verschiedenen Statistiken

Für Ihre Wirtschaftlichkeitsanalyse sollten Sie zudem Marktforschung betreiben. So können Sie wichtige Kennzahlen wie die typische Haushaltsgröße und übliche Marktpreise in dem zu erschließenden Gebiet herausfinden. 

Auf Basis Ihrer Zielnetzplanung und der Anzahl der anzuschließenden Haushalte können Sie dadurch berechnen, welche Einnahmen über Jahre zu erwarten sind.

Die potentiellen Einnahmen stellen Sie Ihrer Kostenschätzung aus der Zielnetzplanung gegenüber. Daraus können Sie ablesen, wie wirtschaftlich der Glasfaserausbau in einem bestimmten Gebiet ist. 

Fördermöglichkeiten prüfen

Ist der Ausbau der zu erschließenden Gebiete unwirtschaftlich, könnten verschiedene Förderprogramme zur Finanzierung in Frage kommen. Welches Förderprogramm am besten geeignet ist, hängt ganz von Ihrer Ausgangslage ab. Zudem haben viele Bundesländer zusätzlich eigene Förderprogramme.

Haben Sie ein Förderprogramm gefunden, mit dem Sie die unwirtschaftlichen Teile des Netzausbaus finanzieren können, sollten Sie zudem den fälligen Eigenanteil kalkulieren. Denn je nach Förderrichtlinie kommen hier unterschiedlich hohe Kosten auf Sie zu, die Ihren städtischen Haushalt durcheinanderbringen können. Dabei sollten Sie mit dem maximalen Eigenanteil bei maximaler Ausschöpfung der Fördermittel kalkulieren. So haben Sie ein Gefühl dafür, wie viel Sie höchstens investieren müssen.

Die in den verschiedenen Schritten gesammelten Daten können Sie nun heranziehen, um einen genauen Ausbauplan inklusive Finanzierungsmethoden festzulegen. Daraus sollte hervorgehen, welche Gebiete in welchem Zeitrahmen nach welchem Ausbaumodell mit Glasfaser versorgt werden sollen.

Sie benötigen Unterstützung bei der Erstellung eines konkreten Ausbauplans? Wir unterstützen Sie von der Standortanalyse über die Netzplanung bis zur Auswahl eines Förderprogramms! 

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