Themenreihe Glasfaserausbau


Themenreihe "So funktioniert der Glasfaserausbau": Konzeption

Schnelles Internet passiert nicht von heute auf morgen – dahinter stecken viele Überlegungen und Schritte, die alle ihre eigenen Stolperfallen mit sich bringen.

In unserer Themenreihe „So funktioniert der Glasfaserausbau“ zeigen wir den Ablauf eines Glasfaserausbaus und erklären, worauf Sie achten müssen.

Durch die Analyse der Ausgangslage aus der letzten Ausgabe unserer Themenreihe haben wir alle nötigen Daten für den nächsten Schritt: die Konzeption.

In dieser Phase planen Sie Ihr Netz grob vor und errichten eine Grundstruktur. Erst in der Detailplanung werden die verschiedenen besonderen Gegebenheiten miteinbezogen – das können Sie aber nur, wenn Sie vorher schon grob wissen, wo Ihr Netz verlaufen soll. Das legen Sie in der Konzeption fest.

Der Netzausbau läuft in der Regel nach einem bestimmten Schema ab.

Wie sieht Ihr Zielnetz aus?

Es mag banal klingen, aber im ersten Schritt stellen Sie sich vor, wie Ihr Zielnetz aussehen soll. Die Antworten auf folgende Fragen können sich aus Ihrer Markterkundung und / oder Vorgaben aus Förderrichtlinien ergeben. Welche Standorte möchten oder müssen Sie versorgen? Welche Leistungsfähigkeit soll / muss Ihr Netz haben? Wie viele bzw. welche Haushalte sollen angebunden werden?

Ihr Zielnetz könnte beispielsweise aus 500 Haushalten bestehen, die Sie mit mindestens einem Gigabit symmetrisch versorgen möchten. Wenn Sie Ihr Ausbauprojekt fördern lassen möchten, muss es auf jeden Fall gigabitfähig und die Vergabe dazu trotz allem technologieneutral sein.

Planen Sie Ihr Netz grob vor

Auf Basis Ihres Zielnetzes können Sie das Verteilernetz in seiner Grundstruktur nun technisch vorplanen. Diese Überlegungen sind theoretischer Natur und werden in Ihrer Detailplanung konkretisiert und angepasst.

Außerdem können Sie an dieser Stelle bereits zwischen verschiedenen Streckenabschnitten unterscheiden: Das Zuleitungsnetz können Sie bisher nur grob vorplanen, aber Bestandsstrecken und die einzelnen Hausanschlüsse lassen sich bereits unterscheiden. Auch der kalkulierte Einsatz verschiedener Verlegetechniken wird nun langsam greifbarer.

Sichern Sie die benötigten Standorte

Damit Ihr Netz leistungsfähig ist, benötigen Sie Verteilerpunkte an technisch sinnvollen Standorten. Diese Standorte sind allerdings nicht immer in Ihrem Besitz oder in öffentlicher Hand. Um Verteilerpunkte auf Privatgrundstücken zu bauen, benötigen Sie die Genehmigung der Eigentümer:innen.

Daher sollten Sie bereits sehr früh in Ihrer Planung klären, welche Verteilerstandorte Sie nutzen können. Denn darauf aufbauend planen Sie Ihr Netz detailliert weiter. Stellt sich später heraus, dass Ihnen einen Standort nicht zur Verfügung steht, müssen Sie Ihre Netzplanung unter Umständen aufwändig anpassen. Holen Sie sich die Genehmigungen also schon rechtzeitig ein – so wird Ihre Planung von Anfang an präziser.

Während der Konzeption sollten Sie Ihre Verteilerstandorte sichern.

Behalten Sie die Wegerechte im Blick

Genauso wie die Standorte für Ihre Verteilerpunkte benötigen Sie auch Genehmigungen zur Umsetzung Ihrer Trassen. Je nach Art des Grundstücks wird es hier mehr oder weniger kompliziert. Am einfachsten ist es immer, auf öffentlichem Grund auszubauen. Das sollten Sie schon direkt bei Ihrer Grobplanung berücksichtigen: Vermeiden Sie für den Trassenverlauf private Grundstücke.

Zusätzlich sollten Sie darauf achten, dass Ihre Trasse möglichst wenige Querungen mit Straßen oder Gewässern hat. Denn für jede Querung wird eine neue Einwilligung benötigt. Wählen Sie außerdem den Weg des geringsten Widerstands: Je größer oder wichtiger die Straße, desto schwieriger sind der Ausbau und das Einholen von Genehmigungen.

Hier gilt also: Planen Sie Ihr Glasfasernetz so, dass es möglichst wenige und wenn dann eher unbedeutende Wege quert und auf öffentlichen Grundstücken verläuft. Auch hier kann es sonst zu zeit- und kostenintensiven Änderungen kommen und Ihr Ausbau verzögert sich.

Spätestens nach der Detailplanung müssen Sie sich dann um die Berechtigungen kümmern. Welche Berechtigungen notwendig sind, variiert je nach Art des Weges und dem Standort. Mehr dazu in der nächsten Ausgabe unserer Themenreihe.

Fazit

Basierend auf Ihrem Zielnetz erarbeiten Sie in der Konzeptionsphase eine Grobplanung. Außerdem klären Sie schon früh, welche Standorte Sie für Ihre Verteilerpunkte nutzen können und welche Wegerechte Sie beachten müssen. Mit der Grobplanung Sie sind Ihrem fertigen Netz einen entscheidenden Schritt nähergekommen! Weiter geht es nun mit der Detailplanung…

Sie wollen up to date bleiben?

In unserem monatlich erscheinenden Newsletter informieren wir Sie über alle wichtigen Ereignisse und Entwicklungen rund um die Themen Digitalisierung und Breitband. 

Jetzt anmelden!
Wir verwenden Cookies
Cookie-Einstellungen
Unten finden Sie Informationen über die Zwecke, für welche wir und unsere Partner Cookies verwenden und Daten verarbeiten. Sie können Ihre Einstellungen der Datenverarbeitung ändern und/oder detaillierte Informationen dazu auf der Website unserer Partner finden.
Analytische Cookies Alle deaktivieren
Funktionelle Cookies
Andere Cookies
Wir verwenden technische Cookies, um die Inhalte und Funktionen unserer Webseite darzustellen und Ihren Besuch bei uns zu erleichtern. Analytische Cookies werden nur mit Ihrer Zustimmung verwendet. Mehr über unsere Cookie-Verwendung
Einstellungen ändern Alle akzeptieren
Cookies